FAQ

1. Warum soll ich mir Gedanken um meine Bestattung machen?
Wer sich rechtzeitig mit der Endlichkeit des eigenen Lebens auseinandersetzt, beweist Mut, sichert die Durchführung der eigenen Wünsche bereits zu Lebzeiten in einer Bestattungsvorsorge ab und nimmt seine Angehörigen die Last, in Zeiten der Trauer lange über den mutmaßlichen Willen des Verstorbenen nachdenken zu müssen. Auch bei einer möglichen Pflegebedürftigkeit kann man so in Zeiten, in denen eine eigenständige Willensäußerung noch möglich ist, die eigene Bestattung besprechen und den Rahmen abstecken.


2. Wie und wo kann ich einen Bestattungsvorsorge-Vertrag abschließen?
Eine Bestattungsvorsorgevereinbarung bedeutet nicht, bereits zu Lebzeiten einem Bestatter eine finanzielle Vorleistung zu entrichten. Vielmehr wird ausgehend von den eigenen Wünschen und den individuellen finanziellen Möglichkeiten die dereinstige Bestattung vereinbart. Dies ist in der Regel mit keinen Kosten oder Gebühren verbunden und kann beim Bestatter abgeschlossen werden.


3. Wie kann ich einen Bestattungsvorsorge-Vertrag finanziell absichern? 
Wir  bietet Ihnen über das Kuratorium Deutsche Bestattungskultur e.V. und die Deutsche Bestattungsvorsorge Treuhand AG die Absicherung von Bestattungsvorsorgeverträgen an.


4. Was ist die Deutsche Bestattungsvorsorge Treuhand AG?
Die Deutsche Bestattungsvorsorge Treuhand AG ist eine Serviceeinrichtung des Bundesverbandes Deutscher Bestatter e.V., Düsseldorf, und des Kuratoriums Deutsche Bestattungskultur e.V., Düsseldorf. Sie wurde zu Ihrer Sicherheit und zur Sicherung der für Ihre dereinstige Bestattung zu hinterlegenden Gelder gegründet und unterliegt dem strengen deutschen Aktienrecht. Ihre Treuhandeinlage wird zusätzlich abgesichert durch die Ausfallbürgschaft einer namhaften deutschen Sparkasse. Hierüber erhalten Sie von dieser eine entsprechende Bestätigung.

Im Todesfall wird das Treuhandvermögen einschließlich der aufgelaufenen Zinsen an den Bestatter zur Erfüllung Ihres Bestattungsvorsorgeauftrages ausgezahlt.


5. Wird bei der Einäscherung die Asche von mehreren Personen vermischt?
Nein. Beim Einäscherungsprozess befindet sich immer nur ein Sarg mit einem Verstorbenen in der Brennkammer. Nach der Einäscherung wird die Asche entweder durch eine Drehklappe im Boden (Etagenofen) oder durch Abziehen nach hinten (Flachbettofen) weiter transportiert. Erst dann wird der nächste Verstorbene in die Brennkammer eingebracht. Durch diesen Vorgang wird eine Vermischung der Asche vermieden. Ein Schamottestein mit einer Registriernummer begleitet von der Anlieferung des Sarges bis in die Urne den Verstorbenen. Der feuerfeste Stein wandert durch den kompletten Einäscherungsprozess um Verwechslungen zu vermeiden. Beim Abfüllen der Asche in die Urne wird kontrolliert, dass Name, Daten und Registriernummer mit dem Schamottestein übereinstimmen.


6. Warum verwendet man bei Feuerbestattungen keine Pappsärge?
Särge aus Pappe oder ähnlichen Materialien werden oft als besonders günstig und ökologisch angepriesen. Allerdings gibt es kaum etwas umweltfreundlicheres als einen Sarg aus heimischen Hölzern. Holz ist grundsätzlich CO2-neutral, da bei der Verbrennung nur soviel Kohlenstoff frei gesetzt wird, wie der Baum in seinem Leben eingespeichert hat. Auch der Preis ist nicht so günstig wie er immer kommuniziert wird, denn ein einfacher Fichtensarg ist oft im Einkauf sogar noch etwas günstiger. Problematisch wird es bei der Einäscherung und viele Krematorien verweigern die Annahme von Pappsärgen aus Kostengründen. Bei der Kramation wird der Holzsarg mit dem Verstorbenen in den vorgeheizten Ofen eingebracht und das verbrennende Holz liefert dabei einen Großteil der Energie. Ein Pappsarg verbrennt innerhalb weniger Sekunden und erzeugt dabei keine Temperatur die für die Einäscherung benötigt wird und das Krematorium muss Energie zuführen. Dabei entstehen zusätzliche Kosten, die bei eine Zunahme von Pappsärgen zur Erhöhung der Einäscherungsgebühren führen würde. Weitere Nachteile sind auch beim Transport von Verstorbenen festgestellt worden, denn wenn Feuchtigkeit in das Material eindringt verliert die Pappe ihre Festigkeit und verformt sich. Die Vorteile, wie eine einfachere und kostengünstigere Lagerung, wiegen leider die aufgeführten Nachteile nicht auf und daher bieten viele Bestatter in Deutschland diese Alternative erst gar nicht an. In anderen Ländern, wie zum Beispiel den USA ist der Pappsarg jedoch fester Bestandteil der Bestattungskultur, allerdings darf man den amerikanischen Einäscherungsprozess nicht mit dem in Deutschland vergleichen. Der Großteil der Krematorien in Amerika würde nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz sofort geschlossen werden.


7. Kann ich mir aussuchen, auf welchem Friedhof ich beigesetzt werden möchte?
Nein. Man hat nur Anspruch auf eine Grabstelle an dem Ort, an dem man seinen  Erstwohnsitz hat. Die Beisetzung in anderen Orten ist nur möglich, wenn dort bereits ein Familiengrab vorhanden ist, in dem man mit beigesetzt werden kann oder wenn ein Friedhof es aus freier Entscheidung erlaubt, weil er zum Beispiel viele freie Grabstellen hat.


8. Was kostet mich eine Bestattung?
Eine Bestattung setzt sich aus vielen einzelnen Positionen zusammen und die Preise sind regional sehr unterschiedlich. Daher ist es fast unmöglich einen Pauschalbetrag zu nennen, ohne vorher weitere Details zu besprechen.


9. Wer zahlt, wenn kein Geld da ist?
Wenn eine Person ohne Angehörige verstirbt, keine Bestattungsvorsorge vorliegt und niemand die Bestattung in Auftrag gibt, ordnet das Ordnungsamt eine Bestattung von Amtswegen an. Dabei wird die einfachste Form der Bestattung gewählt, oft ohne Trauerfeier und mit der Beisetzung in einem anonymen Grab. Werden später Angehörige ausfindig gemacht, müssen diese den ausgelegten Betrag an das Ordnungsamt zurückzahlen. Sind Angehörige vorhanden, welche allerdings nicht die finanziellen Möglichkeiten haben die Kosten zu tragen, können diese bei ihrem zuständigen Sozialamt einen Antrag auf Kostenübernahme stellen. Die Sozialämter sind dann eigentlich verpflichtet die Bestattung vor zu finanzieren, bis die Prüfung der Vermögensverhältnisse abgeschlossen ist. Die Sozialämter halten sich jedoch oft nicht an geltende Gesetze und versuchen den Vorgang zu verschleppen, bis das Ordnungsamt einschreiten muss, oder bis der Bestatter sich bereit erklärt das Risiko selber zu tragen. Verläuft die Prüfung der Vermögensverhältnisse, die auch mal zwei Jahre dauern kann, positiv, übernimmt das Amt die Kosten für eine einfach, ortsübliche, würdige Bestattung. Ist die Prüfung negativ, können sich alle Beteiligten darüber streiten, woher das Geld kommen soll.